Märklin  Signalmodul                ©  Lie  2006
 

Wer kennt es nicht, dass beim Signalbetrieb auf  Modelleisenbahnanlagen die Lokomotiven vor dem auf "Halt" geschalteten Signal, eine abrupte Vollbremsung machen.

Abhilfe kann man mit dem "Märklin - Signalmodul" schaffen .Das Mä-Signalmodul  mit der Artikel Nr. 72441 (bzw. 72442) ermöglicht das geregelte Anhalten von Digitallokomotiven.

Die beiden Märklin - Module unterscheiden sich nur darin: das 72441 wird mit den "alten" Mä.-Steckern und das 72442 mit den "neuen" Mä.-Steckern betrieben.

Vorraussetzung bei allen Lokomotiven ist es, dass sie einen Digital-, oder einen Sounddecoder im "Märklin-Motorolaformat" eingebaut haben. Eine weitere Bedingung bei Märklin Loks ist, dass sie mit einen Hochleistungsmotor betrieben werden. Das Gleiche gilt für Lokomotiven im Maßstab "Spur 1". Das Bremsverhalten der Lok wird durch die Einstellung der Anfahrverzögerung und der Bremsverzögerung am Decoder vorgegeben. Der Betrieb des Moduls ist mit Decodern der Fa. "ESU" ebefalls gegeben.

Das Märklin Signalmodul ist im Prinzip ein Universalschalter mit integrierten Zusatzschaltungen. Es kann daher konventionell an ein Schaltpult (Märklin Art Nr. 7272) oder im Digitalbetrieb an einen Magnetartikeldecoder k83  (Märklin Art Nr. 60830) angeschlossen werden.

Das Signalmodul besitzt  einen speziellen Ausgang für den direkten Anschluss eines Lichtsignal-Mastes ohne Antrieb (wie z.B. Märklin Art Nr. 56135). H0 Lichtsignale mit Abtrieb (wie z.B. Märklin Art Nr. 7239) werden wie Flügelsignale parallel zum Signalmodul angeschlossen.

 
H0: Konventionelle Magnetartikelsteurung / Flügelsignal
H0: Digitale Magnetartikelsteurung / Lichtsignal mit Antrieb  

 

Spur 1:  Konventionelle Magnetartikelsteuerung / Lichtsignal ohne Antrieb.

 

 

 

 

 

Bei Verwendung von Lokomotiven mit eingebauter Universalelektronik (DELTA-Modul, MAXI) oder mit ungeregelten Decodern (z.B. 36 er Loks, Decoder 6080 etc.) sind folgende Punkte zu beachten.

 

1.  Je nach Version der Elektronik oder den äußeren Umständen bleiben die Loks bereits am Anfang des  Bremsbereiches (Abschnitt 2) stehen oder halten erst im Stopp-Bereich (Abschnitt 3) an. Wenn Sie Ihre Lokomotive mit höherer Geschwindigkeit betreiben, so sollte der Stopp-Bereich  auf mindestens auf drei gerade Gleisstücke verlängert werden.

2.   Loks, die bis in den Stopp-Bereich (Abschnitt 3) weiterfahren, beschleunigen teilweise im Bremsbereich (Abschnitt 2). Dieser Effekt ist technisch bedingt und daher nicht veränderbar. Bitte berücksichtigen Sie immer, dass der Bremsbaustein für den digitalen Hochleistungsantrieb entwickelt wurde.

3.  Viele Decoder-Versionen, die den Bremsbereich überfahren, können entsprechend modifiziert werden, dass sie bereits im Bremsbereich (Abschnitt 2) anhalten. Ein Fachmann oder der Märklin Reparatur-Service können Ihnen weiterhelfen.

4.  Über das Verhalten von Fremddecodern bei dem Baustein 72441 (72442) kann die Fa. Märklin keine Aussage machen und haftet in keiner Weise für Schäden die durch die Verwendung von solchen Decodern verursacht werden.

5.  Die Verwendung der Bremsbausteine 72441 (72442) setzt eine entsprechend großzügige Streckenplanung vor raus. So ergibt sich für einen Blockstreckenbetrieb leicht die Forderung nach mindesten 4 bis 5 Metern langen Blockabschnitten. im Maßstab H0. Für die Spur 1 gilt sogar das 3 fache, nämlich 12 bis 15 Meter.

Der digitale Hochleistungsantrieb bietet die Möglichkeit, dem Vorbild entsprechende Fahreigenschaften zu genießen.

Diese realistischen Fahreigenschaften lassen sich jedoch nur auf entsprechend geplanten und dimensionierten Modellanlagen verwirklichen.

6.  Bei Verwendung von beleuchteten Wagen in Spur 1 muss der Übergangsbereich sogar auf die Gesamtlänge des Zuges erweitert werden.

7.  Im Bremsbereich (Abschnitt 2) wird die Geschwindigkeit der Lokomotive langsam auf "0" heruntergeregelt. Alle anderen Funktionen, wie z. B. das Licht der Lok, der Dampfausstoß der Lok oder gar der Sound, bei Loks mit  Sounddecoder (von der Fa. ESU)  bleiben aktiv.

 

Viel Freude bei einem so realistischen Betrieb wünscht Ihnen der MEC.

 

Teilebilder enstammen dem

   Märklinkatalog

 

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